

Am 20. und 21. Februar nahmen Wangener Schülerinnen und Schüler des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, hauptsächlich vom Rupert-Neß-Gymnasium, erfolgreich am Regionalwettbewerb Jugend Forscht im Dornier Museum in Friedrichshafen teil. Mit insgesamt vier beeindruckenden Projekten zeigten sie, wie wissenschaftliche Neugier und technisches Know-how zu innovativen Lösungen führen können.
Eines der herausragenden Projekte wurde von Timo Römer und Leon Hoffmann, beide Schüler am Rupert-Neß-Gymnasium, präsentiert. Ihr Projekt mit dem Titel „Smartes Warnsystem für Einsatzkräfte“ beschäftigt sich mit der Entwicklung eines smarten Moduls für Pylonen, das die Sicherheit von Einsatzkräften im Straßenverkehr erhöhen soll. Betreut wurden sie von Annette Eska.
Das Modul, das sich einfach an einem üblichen Pylonen befestigen lässt, ist mit einem Beschleunigungs- und Neigungssensor ausgestattet. Es überwacht die Umgebung kontinuierlich und erkennt, wenn der Pylon umgestoßen wird, was eine potenzielle Gefahrensituation darstellen könnte. Sobald eine solche Situation erkannt wird, sendet das Modul eine drahtlose Warnmeldung über ein Funkmodul an einen Empfänger und eine verbundene Smartphone-App. Die Gruppe wurde mit dem 3. Preis im Bereich Arbeitswelt ausgezeichnet.


Ein weiteres beeindruckendes Projekt war „ADAM – Autonomes Drohnen Abfall Management“, entwickelt von Oskar Schick von der Geschwister-Scholl-Schule Leutkirch sowie Jakob Stibi und Luca Mund vom Rupert-Neß-Gymnasium.
Die zunehmende Verschmutzung öffentlicher Räume erfordert innovative Lösungen. Das Projektteam entwickelte eine Drohne mit Bilderkennungs-KI, die Müll identifiziert und dessen GPS-Koordinaten an einen Roboter sendet, der den Müll entsorgt. Die Idee entstand aus einem Brainstorming, um Technologiebegeisterung mit Umweltschutz zu verbinden. Die Drohne und der Roboter wurden mit Algorithmen für autonome Steuerung und Navigation ausgestattet. Zukünftig soll das System durch eine Photovoltaik-Ladestation energieeffizienter werden und vollständig autonom operieren. Das Projekt zielt darauf ab, die Sauberkeit in urbanen und ländlichen Gebieten zu fördern und wurde mit dem 2. Preis im Bereich Technik sowie dem ZF Technik Sonderpreis ausgezeichnet.
Ein weiteres innovatives Projekt wurde von Ana Zloteanu, Chandrabhan Edelmann und Johannes Rasch, alle drei vom Rupert-Neß-Gymnasium, entwickelt. Unter dem Titel „3D-Druck Raketen: Optimierung für maximale Höhe und Stabilität“ beschäftigt sich das Projekt mit der Konstruktion und dem 3D-Druck von Raketen, um deren Flugleistung zu optimieren. Betreut wurden sie ebenfalls von Jan Rudolf.
Ziel des Projekts ist es, die Raketen so zu optimieren, dass sie mit dem gleichen Antrieb möglichst hoch steigen. Dabei verändern die Schüler die Raketenform, das Gewicht und den selbstgebauten Fallschirm, während der Treibsatz unverändert bleibt. Mit einem eingebauten Höhenmesser messen sie die erreichte Höhe und dokumentieren die Ergebnisse. Durch diese systematische Optimierung möchten sie Schritt für Schritt die Leistung ihrer Raketen steigern. Die Gruppe wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.


Das vierte Projekt wurde von Matthias Bietsch, Johannes Treder und Jacob Siegler, ebenfalls Schüler des Rupert-Neß-Gymnasiums, entwickelt. Unter dem Titel „Effizientes Hovern eines Groundeffect Hovercrafts“ beschäftigt sich das Projekt mit der Konstruktion eines Hovercrafts, das auf einem Luftkissen schwebt. Betreut wurden sie ebenfalls von Jan Rudolf.
Ziel des Projekts war es, ein effizientes und kostengünstiges Hovercraft zu bauen. Nach anfänglichen Versuchen mit Bürstenmotoren, die sich als zu schwach für das Gewicht des Luftkissenbootes erwiesen, erhielten die Schüler Unterstützung von „Mikro Makro Mint“ und konnten bürstenlose Motoren und weitere Komponenten wie Flight Controller, GPS und ESC erwerben. Diese Komponenten wurden miteinander verbunden, um das Hovercraft funktionsfähig zu machen. In Zukunft planen die Schüler, das Hovercraft schweben zu lassen und Tragflächen anzubringen, um höhere Hindernisse überwinden zu können.
Die Projekte wurden von der Jury und den Besuchern gleichermaßen geschätzt. Nun machen sich die jungen Forschenden mit neuen Ideen und zahlreichen Preisen und Sonderpreisen im Gepäck an ihre nächsten Forschungsprojekte.
Wenn du auch Lust hast, ein eigenes Forschungsprojekt zu starten, melde dich bei Herrn Rudolf.